Musikalisches Feuerwerk zum 25-jährigen Jubiläum

Nach einem Jubiläumsjahr mit vielen hochkarätigen Veranstaltungen zum 40jährigen Bestehen der MGM Big Band veranstaltete die am längsten bestehende Schüler Big Band in Rheinland-Pfalz am vergangenen Freitag ihr traditionelles Frühlingskonzert.

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Nach einem Jubiläumsjahr mit vielen hochkarätigen Veranstaltungen zum 40jährigen Bestehen der MGM Big Band veranstaltete die am längsten bestehende Schüler Big Band in Rheinland-Pfalz am vergangenen Freitag ihr traditionelles Frühlingskonzert. Den Schülerinnen und Schülern gelang es zusammen mit Gerd Schlaf; der an diesem Abend sein 25jähriges Jubiläum als Leiter der Big Band feiern durfte, ein herausragendes Konzert zu präsentieren.
Gleich zu Beginn des Konzertes ließen es sich der Schulleiter Professor Visser und der Vorsitzende des Schulelternbeirates Stefan Ostrominski nicht nehmen, das Wirken von Gerd Schlaf gebührend zu würdigen und ihm ihren Dank für sein unermüdliches, außergewöhnliches und sehr erfolgreiches Engagement zum Ausdruck zu bringen. Gerd Schlaf bedankte sich in seiner kurzen Ansprache stellvertretend für alle, die sein Engagement an der Schule unterstützt haben, beim Gründer der Big Band Toni Becker für die liebevolle Begleitung seines Weges. Er schloss auch die ehemaligen und jetzigen Band - Mitglieder in seinen Dank mit ein, da diese, außer durch ihr Interesse an der Musik, auch durch ihr Vertrauen, ihre Positivität und durch ihre Bereitschaft zur Übernahme sozialer Verantwortung die Erfolgsgeschichte der Band möglich gemacht haben. „Diese Eigenschaften in jungen Menschen zu formen, ist Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Bildung", so Gerd Schlaf.
Was im Anschluss an die Ehrung dann geschah, lässt sich am Besten durch die Äußerungen einiger Konzertbesucher, die nicht mit Superlativen sparten, beschreiben: „Wir denken jedes Jahr, eine Steigerung ist nicht mehr möglich, wir sind wieder überrascht worden und begeistert!" - „So klingt keine Schülerband." - „Wie aus einem Guss!" – „Perfekt, mitreißend, einfach nur stark!" Auch der Schulleiter stimmte am Ende des Konzertes in den Chor der Lobeshymnen ein und betonte, an keiner anderen Schule je eine solche Big Band gehört zu haben.
Aber zurück zum Anfang: Die Mitglieder der Big Band beschenkten Ihren Leiter mit außergewöhnlichen Leistungen und präsentierten sich in der Tat als eine großartige Einheit. Neben Repertoirestücken wie Birdland, Hay Burner und Blue skies wurden im vergangenen Jahr – trotz des Abgangs von sieben Abiturienten - eine ganze Reihe neuer, abwechslungsreicher zum Teil sogar experimenteller Stücke eingeübt und in sehr dynamischer, ausdrucksstarker Manier mit großer Spielfreude und scheinbarer Mühelosigkeit mehr als überzeugend dargeboten. Hierzu gehörten Stücke wie der witzig arrangierte „Baby Elephant´s walk" , ein sagenhaftes „Starwars Medley", ein fast schon exzentrisches „Blackbird", eine traumhafte Version von Gabriel Faures „Pavane" und das spieltechnisch enorm anspruchsvolle Stück „Four on six".
Besonders den beiden Abiturienten Louis Steffens (Trompete) und Lars Schuster (Posaune), die sich auch im Landes-Jugend-Jazzorchester engagieren, bot sich durch die Stückauswahl die Möglichkeit, ihr enormes Können nicht nur als Satzführer unter Beweis zu stellen, sondern das Publikum auch durch ihre solistischen Beträge zu begeistern.
Aber auch die gerade erst in die Big Band eingetretene Ronja Moll (Baritonsaxophon), ihr Bruder Moritz Moll (Schlagzeug) und das jüngste Mitglied der Big Band Joschka Moll (Gitarre) wussten sowohl im Satz als auch als Solisten zu überzeugen. Ein hervorragender Mark Brennecke am Bass erwies sich als vortreffliche Stütze der Rhythmusgruppe.
Franziska Becker (Trompete) und Felix Brand (Posaune), die den Abiturienten jeweils als neue Satzführer nachfolgen werden, zeigten eine großartige Leistung und wussten sowohl in der Gruppe als auch solistisch Höhepunkte zu setzen. Die Sängerin des Abends Christine Schlaf begeisterte mit Paul Kuhn Arrangements von „Orange colored sky" und „A lot of livin to do", überzeugte aber auch am Sopran- und am Altsaxophon als Solistin.
Weitere eindrucksvolle Leistungen boten (darunter einige als „Feuertaufe"): Louise Weber (Klavier) Daniela Schlaf (Trompete), Pauline Dorn und Hannah Lanz (Querflöte), Christina Becker (Altsaxophon), Katharina Dinger und Therese Dorn (Tenorsaxophon).
Gerd Schlaf hob auch die Bedeutung der Ehemaligen hervor, die eine große Vorbildfunktion für die jüngeren Big Band Mitglieder wahrnehmen. Bei diesem Konzert unterstützten in meisterhafter Weise Annika Becker (Klavier), Julius Schumacher (Alt- und Tenorsaxophon), Johannes Heuft (Posaune), und Gregor Prinz(Gesang) die neue Big Band.
Unterbrochen wurde das musikalische Feuerwerk, als die Schüler Ihrem Leiter ein berührendes Ständchen brachten, das ihn spürbar bewegte.
Schließlich wurde das Konzert mit dem Stück, welches Motto gebend über dem Abend stehen könnte, „Feeling good" abgeschlossen.
Nach „standing ovations" und der Zugabe „Hard to handle" sah man nur frohe und begeisterte Besucher, die, als ob sie diese energiegeladene, positive Atmosphäre noch nachklingen lassen wollten, lange warteten, bis sie zum Ausgang gingen.
So was erwartet man in der Tat nicht an einer Schule. Das dargebotene Programm und die gezeigten Leistungen lassen auf eine Wiederholung des Konzertes hoffen.

(Lea Olchewsky)