Job Shadowing in Castano Primo, Italien Logo Erasmus

Im Rahmen einer Job-Shadowing-Mobilität des ERASMUS+-Programms durfte ich, Thomas Schink, Ende März für eine Woche eine Schule in Italien besuchen.

Zu gleichen Zeit befand sich Evelin Geldt, eine Schülerin unserer 10. Jahrgangsstufe, in der letzten Woche ihres vierwöchigen Aufenthaltes an der gleichen Schule, so dass mein Besuch vor Ort auch ihr galt.

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Es handelte sich bei der erwähnten Schule um das Istituto D’Istruzione Secundaria Superiore Guiseppe Torno, kurz IISS G. Torno, in Castano Primo, einer Kleinstadt in der Lombardei mit etwa 10 000 Einwohnern, circa 40 km westlich von Mailand.

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Die Schule hat knapp 1500 Schülerinnen und Schüler beginnend mit der Jahrgangsstufe 8 nach deutscher Zählweise und bietet Abschlüsse mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften (inklusive Mathematik), Humanwissenschaften, Finanzen und Marketing, Chemie und Biotechnologie (Umwelt und Gesundheit) sowie Bau und Umwelt.

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Ich hatte Gelegenheit, in zahlreichen Unterrichtsstunden aus den verschiedensten Bereichen zu hospitieren, z.B. in Mathematik, Englisch und Deutsch, aber auch in Chemie, Physik und Ernährungslehre. Neben interessanten Einblicken in Methoden und Inhalte (Debattierrunden, Kunstprojekte, Teilnahme an Wettbewerben, um nur einige wenige zu nennen), sind mir vor allem die Gastfreundschaft des italienischen Kollegiums und der italienischen Schülerinnen und Schüler ganz eindrücklich in Erinnerung geblieben. Ich hatte in jedem Moment das Gefühl, willkommen zu sein und es wurde alles möglich gemacht, mir die Zeit in Castano Primo so angenehm wie möglich zu gestalten.

Da zeitgleich zu meinem Besuch auch eine portugiesische Schülergruppe aus Braga das IISS G. Torno im Rahmen eines ERASMUS-Austausches besuchte, konnte ich weitere Einblicke in die äußerst engagierte ERASMUS-Arbeit des IISS G. Torno gewinnen. Es gab z.B. einen Kunstwettbewerb rund um das Thema Upcycling und Recycling und ein Projekt zum Thema Demokratieerziehung im Rathaus von Castano Primo. Möglicherweise kann sich aus diesem ersten Kontakt auch ein Austausch mit einer Schülergruppe des Megina-Gymnasiums entwickeln.

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So kann ich abschließend diese Woche nur dahingehend zusammenfassen, dass ich neben Ausflügen in die nähere Umgebung (Tornavento, Mailand, Novara) eine unvergessliche Zeit am IISS G. Torno genießen durfte – eine Zeit voller nachhaltiger Eindrücke an der Schule und, viel wichtiger noch, voller wunderbarer Menschen, und ich kann allen, die mit viel Arbeit, Zeit und Energie meine Reise nach Castano Primo möglich gemacht haben, nur von ganzem Herzen danken. An erster Stelle sind dies Luka Moskopp, Martin Jüngermann und ganz besonders Claudia Freudenberg vom Megina-Gymnasium, sowie Giulia Fonsati und Paola Cappelini (die uns im Mai in Mayen besuchen wird) und ganz besonders Flavia Pisoni, die mich wie einen weiteren Sohn adoptiert hat, und Katrin Cucchetti und ihre Klasse für die wunderbaren Präsentationen in ihrer Doppelstunde „Ernährungslehre“ mit den tollen Rezepten. Die Pizzocheri habe ich schon zweimal sehr erfolgreich nachgekocht.

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Text und Fotos: Schink