Sieg beim CanSat-Wettbewerb
Eine Woche im Zeichen der Raumfahrt und Forschung:
Zehn ausgewählte Schülerteams aus ganz Deutschland haben sich vom 09. bis 13. März in Bremen zum Finale des 12. Deutschen CanSat-Wettbewerbs getroffen. In den fünf Tagen galt es, die Jury von der Arbeit zu überzeugen, die im letzten halben Jahr geleistet wurde. Die Woche bot den Teilnehmern viele spannende Einblicke in die Raumfahrtindustrie der ,,City of Space“ und die Möglichkeit zum Austausch mit Experten aus Industrie und Forschung.
Der Anreisetag wurde zum gegenseitigen Kennenlernen genutzt. Am Standort des DLR tauschten sich die Teilnehmer über ihre Missionen aus und erhielten einen ersten Einblick in die Forschungseinrichtung.

(Foto: Franz Simon)
Bei der Posterpräsentation am Dienstag im ZARM – dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation – verschaffte sich die Jury einen Eindruck über die verschiedenen Missionen der Teams. Die Jury aus Experten verschiedener Forschungseinrichtung und Raumfahrtunternehmen bewertet die gesamte Arbeit und kürt abschließend die Sieger des Wettbewerbs.
Nach bestandener technischer Abnahme folgte der Start der Minisatellit. In insgesamt vier Raketen wurden jeweils mehrere CanSats auf eine Höhe von etwa 700 Metern gebracht. Anschließend fallen die CanSats an ihren Fallschirmen zu Boden und erfüllen dabei ihre zuvor festgelegte Mission.

(Foto: Franz Simon)

(Foto: Michael Sexauer)
Nach einer langen Nacht der Datenauswertung präsentierten am Donnerstag alle Teams ihre Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation. Bei wissenschaftlichen Arbeiten stellt die Analyse einen wichtigen Aspekt dar, auch wenn die Mission ein Fehlschlag war. Die Besichtigung des Satellitenbauers OHB bot den Teilnehmern einen weiteren interessanten Einblick in die Raumfahrtindustrie.
Den Wochenabschluss bildete der Besuch der Forschungseinrichtung ECOMAT und der Fertigungslinie der Oberstufe der Ariane 6. Die Rakete der Ariane Group ist die größte europäische Schwerlastrakete, mit der über 21 Tonnen ins Weltall transportiert werden können.
Abschließend folgte die Siegerehrung, bei der das Team PHOENIX vom Megina Gymnasium den ersten Platz sichern konnte. Für die vier Schüler der MSS13 unter Betreuung von Michael Sexauer ist dieses Ergebnis eine große Freude und die Bestätigung, dass sich die harte Arbeit der letzten Monate ausgezahlt hat. Trotz einiger technischer Probleme, die am Anfang der Woche unerwartet aufgetreten waren, konnte das Team beim Start einige Daten sammeln.

(Foto: Michael Sexauer)
Platz zwei belegt das Team Zetrons, die ein System entwickelt haben, mit dem die CanSats beim Fall über einen Rotor Strom erzeugen können. Auf Platz drei landet das Team GRACE, die sich der Entwicklung eines nachhaltigen Satelliten gewidmet haben. Ihr CanSat besteht überwiegend aus Stoff und Filz und wurde nach Aspekten des Recyclings und der Nachhaltigkeit konstruiert.
Die Landesschau berichtete über den Erfolg:
Text: Franz Simon